Leistung · 04
Foto-
grammetrie.
Aus Fotos wird ein präzises 3D-Modell. Fotogrammetrie digitalisiert reale Objekte, Räume und Bauteile — ohne teures Laserscanning, mit reproduzierbaren Ergebnissen.
Technologie
Fotos werden
zu 3D-Modellen.
Fotogrammetrie ist ein Messverfahren, das aus mehreren Fotos desselben Objekts aus verschiedenen Winkeln ein hochgenaues 3D-Modell berechnet. Software analysiert gemeinsame Bildpunkte und rekonstruiert Form, Textur und Maße.
Das Ergebnis ist eine Punktwolke, die zu einem vollständigen 3D-Mesh weiterverarbeitet wird — exportierbar als OBJ, STL oder PLY und direkt für CAD, 3D-Druck oder Visualisierung nutzbar.
- Keine teuren Laserscanner notwendig
- Auch für große Objekte und Außenbereiche geeignet
- Textur und Farbe werden mit digitalisiert
- Ideal als Ausgangspunkt für Reverse Engineering
Einsatzgebiete
Wofür eignet sich
Fotogrammetrie?
Überall dort, wo ein physisches Objekt digital werden soll.
Reverse Engineering
Bestandsteile ohne Zeichnung digitalisieren — als Ausgangspunkt für CAD-Rekonstruktion, Maßanpassung oder Reproduktion.
Gebäude- & Raumdokumentation
Bestandserfassung von Räumen, Fassaden oder Gebäuden für Renovierungsplanung, Denkmalschutz oder BIM-Modelle.
Skulpturen & Kunstobjekte
Digitale Zwillinge von Kunstwerken, Skulpturen oder Ausstellungsstücken — für Archivierung, Reproduktion oder virtuelle Ausstellungen.
Geländeerfassung
Topografische 3D-Modelle von Geländeabschnitten, Baustellen oder Freiflächenplanungen aus Drohnenaufnahmen.
Industrieteile & Maschinenbau
Komplexe Maschinenkomponenten oder Baugruppen als digitale Kopie — für Wartungsplanung, Verschleißanalyse oder Retrofit.
Digitale Zwillinge
Reale Objekte 1:1 im digitalen Raum abbilden — für Simulation, virtuelle Besichtigung oder Online-Konfiguratoren.
Technische Details
Ausgaben &
Fähigkeiten.
Objektgröße
Genauigkeit
Ausgabeformate
Aufnahme-Input
Weiterverarbeitung
Lieferzeit
Ablauf
In 4 Schritten
zum digitalen Zwilling.
Aufnahme
Sie fotografieren das Objekt aus möglichst vielen Winkeln (30–80 Bilder) und schicken uns die Bilder. Wir geben Ihnen vorab genaue Hinweise zum optimalen Aufnahme-Setup.
Rekonstruktion
Unsere Software berechnet aus den Fotos eine dichte Punktwolke und daraus ein texturiertes 3D-Mesh. Je nach Objektgröße dauert dieser Schritt einige Stunden.
Bereinigung & Optimierung
Das Roh-Mesh wird manuell bereinigt: Artefakte entfernt, Löcher geschlossen, Maßstab kalibriert. Optional: Weiterverarbeitung zu druckfertigem STL oder parametrischem CAD.
Übergabe & optional Druck
Sie erhalten das fertige 3D-Modell in den gewünschten Formaten. Optional drucken wir das Teil direkt für Sie aus — alles aus einer Hand.
Bereit?
Ihr Objekt als
digitaler Zwilling.
Fotos einsenden — wir erstellen das 3D-Modell. Angebot innerhalb eines Werktages.
FAQ
Häufige Fragen.
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Jede moderne Smartphone-Kamera mit mindestens 12 Megapixeln reicht für kleinere Objekte aus. Für größere oder detailreichere Objekte empfehlen wir eine Spiegelreflex- oder Systemkamera mit fester Brennweite und manueller Belichtung.
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Je nach Objektgröße und -komplexität 30–80 Bilder. Jeder Punkt der Oberfläche sollte auf mindestens drei Fotos sichtbar sein. Wir begleiten Sie gerne bei der Aufnahme oder erklären, wie Sie die Fotos selbst aufnehmen.
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Von kleinen Objekten wie Werkzeugen oder Schmuck (ab ca. 5 cm) bis hin zu Gebäudefassaden, Fahrzeugen und Industrieanlagen. Bei sehr kleinen Objekten sind Makro-Aufnahmen und kontrollierte Beleuchtung entscheidend. Bei sehr großen Objekten arbeiten wir mit mehreren Aufnahmesessions.
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OBJ mit Textur, STL für direkte Druckvorbereitung und STEP für die CAD-Weiterverarbeitung. Auf Wunsch auch FBX oder GLB für den Einsatz in 3D-Visualisierungen und Spielengines. Wir klären das Format vorab nach Ihrem Verwendungszweck.
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Ja — mit Kreuzpolarisation. Gekreuzte Polfilter auf Lichtquelle und Kameralinse eliminieren Reflexionen vollständig, ohne die Oberfläche zu berühren. Transparente Objekte sind die eigentliche Grenze, nicht glänzende.
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Bei kontrollierter Aufnahme mit Maßstabsreferenzen und gutem Licht sind Abweichungen von ±0,5–2 mm typisch — ausreichend für die meisten Reverse-Engineering-Aufgaben. Für Präzisionsbauteile mit Toleranzen unter 0,2 mm empfehlen wir ergänzend manuelle Messpunkte.
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Nicht ohne Aufbereitung. Das rohe Mesh enthält oft Rauschen, Löcher und zu viele Polygone für den direkten Druck. Wir bereinigen das Modell, schließen Löcher und optimieren die Geometrie — das ist im Fotogrammetrie-Service inklusive.
Blog
Mehr über Fotogrammetrie
Hintergründe, Vergleiche und Entscheidungshilfen aus der Praxis.
Grundlagen
Was ist Fotogrammetrie?
Wie aus Fotos ein präzises 3D-Modell entsteht — Schritt für Schritt erklärt.
Vergleich
Fotogrammetrie vs. Laserscanning
Kosten, Genauigkeit, Aufwand — wann welches Verfahren die bessere Wahl ist.
Technik
Wie genau ist Fotogrammetrie?
Typische Genauigkeitswerte, Einflussfaktoren und wann ±1 mm ausreicht.
Anwendung
Fotogrammetrie für Reverse Engineering
Bauteile ohne Zeichnung digitalisieren — Workflow und Grenzen.
Entscheidung
Selbst machen oder beauftragen?
Was Smartphone und Meshroom können — und wo die Grenzen des DIY-Ansatzes liegen.